about the artist

THE STATEMENT

Decomposition and surreal fragmentation are the two main themes in my work of assemblage and collage sometimes in combination with painting.

Decomposing well known materials and perception is part of being within a society while at the same time it can arrange the outlines of the only being-in-the-time-life of each of us.

In the working process things never stay in their original context, they are destroyed, cut, and arranged in order to show a new aspect under the layer of regular all-day-behavior.

I examine the smallest parts of an entity since I can think of myself, the new existing fact is its consequence. Beyond the known is renewal, is magic, is never ending possibility.

Wood in its many forms has a diverse language, is accompanied by colours transformed by cooking, adding pigments and unlike other natural materials such as chalk, paper, organics provide my artistic expression with different textures and patterns.

I love the transformation and the magic when my artworks begin to live and start a communication by leading my hands and intuition in order to become a powerful and willful manifestation of the unknown.

working and living in berlin

 
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MOTIVATION oder die Frage – Warum mache ich das eigentlich?


Seit dem Alter von vier Jahren bin ich damit beschäftigt, das Universum zu ergründen. Genau genommen seine Bestandteile. Abends im Bett versuchte ich, das Endlose zu erfassen, bis mir davon schwindelte: die vielen Sterne, ihre Abstände, der leere Raum dazwischen und wie ist er gefüllt?

Es war so aufregend und überwältigend, Erwachsene konnten mir nicht weiterhelfen. So habe ich meine Aufmerksamkeit auf meine Umwelt ausgeweitet: ich sammelte und untersuchte Flechten, Stöckchen, Steine, arrangierte sie, zerlegte sie und versuchte mir vorzustellen, wie wohl das aussieht, was ich nicht sehen kann.

In meiner künstlerischen Arbeit verfolge ich diesen Ansatz weiter, stets auf der Suche nach den kleinsten Teilchen, nach Teilaspekten, Teilansichten eines Objekts – die Dekomposition. Ein surrealistischer Ansatz, der mich schon früh in der Kunst bezauberte.

Er schert sich einen Dreck um das Festlegen, Festverankern, Festdenken von Bekanntem. Durch diesen Ansatz wird es möglich, die schwirrenden Teilchen, ob Traum oder nicht, wurden sie erst einmal ihres Bezugs beraubt, frei zu machen, zu einem neuen, ungewöhnlichen und aufregenden Leben zu verbinden – jenseits dessen, was uns vertraut ist.

Photo by Saskia Uppenkamp

 

Das Endecken und staunende Lernen sind die beiden Dinge, die mich motivieren, neue Wege zu gehen. Seit längerem sind Assemblagen das, was man als Arbeitsschwerpunkt ausmachen könnte, wobei meine weiteren Arbeiten nur wegen Zeitnot nicht zum gleichgestellten Dasein kommen. Ich mache das, was Picasso und Max Ernst nicht beenden konnten – die Weiterführung der Malerei in die 3D-Collage oder anders gesagt, die Verbildlichung von Material im Gemälde.

Surrealismus, Kubismus, Prag, tschechische Künstler wie Toyen, Styrsky, Noll, Kupka sind meine Ahnen. Prag und das Magische sind für mich unzertrennlich, es ist meine künstlerische Heimat.

Ernst und Klee sind meine Onkel für das Mystische, für das, was unter der Oberfläche liegt, das Zauberhafte und das Verspielte, das Unbekannte. Picasso ist mein Onkel für den Bruch mit Vertrautem, der Radikale, der Restriktionen umgangen hat.

Auch ich habe große Abneigung gegen Vorgaben. Irgendwie schon immer gehabt. In vielen Bereichen. Die Vorgaben bei Wettbewerben erinnern mich immer an den schulischen Kunstunterricht. Vor allem erinnere ich mich gut, wie die Themenwahl für Bilder in der kommunistischen Diktatur stets mit einer versuchten Gehirnwäsche verbunden war. Vermutlich war das auch der Grundstein für meinen Widerstand.

In den demokratisch ausgerichteten Schulen, die ich besucht habe, gab es auch Vorgaben im Kunstunterricht und Vorstellungen, wie man diese erfüllen soll, warum, habe ich nie verstanden. War etwas zu sonderbar, war es nicht gut.

Das ist auch der Grund, warum ich nie eine Kunstschule besuchen wollte. Ich wusste, was ich machen will und wollte nicht, dass mir einer reinredet, ich wollte frei sein und es auch bleiben. Ich selbst habe bestimmt, was ich wann lerne und so ist meine Kunst ein intimer Prozess geblieben.